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Sonntag, 8. November 2015

Zurbarán. Meister der Details. – Sonderschau.

Francisco de Zurbarán - (Fuente de Cantos Francisco 1598 - 1664)

Das meisterhafte Werk des spanischen Malers Francisco de Zurbarán (1598–1664) steht im Museum Kunstpalast in Düsseldorf seit dem 10. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 im Zentrum einer umfangreichen Sonderschau. In einer ersten großen Ausstellung im deutschsprachigen Raum wird der lange als Geheimtipp geltende Künstler vorgestellt, der mit Velázquez zu den herausragenden Malern des Goldenen Zeitalters Spaniens zählt.

Zurbarán - Agnus Dei.
San Diego Museum of Art
Gezeigt werden etwa 70 wertvolle Gemälde als Leihgaben aus spanischen Klöstern und Kirchen sowie aus internationalen Museen und privaten Sammlungen, unter anderem aus Kuba, Mexiko, den USA und verschiedenen europäischen Ländern. Einige der Werke wurden bisher nie oder nur selten ausgestellt. Das Spektrum der in enger Zusammenarbeit mit dem Museum Thyssen-Bornemisza, Madrid, entstandenen Ausstellung reicht von frühen Arbeiten bis hin zu den späteren Meisterwerken.

Dem auf religiöse Themen und christliche Motive spezialisierten Maler Zurbarán gelang es zur Zeit der Gegenreformation wie kaum einem anderen, in seiner Kunst Gläubigkeit in beeindruckender Weise wiederzugeben. Unter seinen Heiligendarstellungen und Altarbildern finden sich Gemälde von asketischen Mönchen, aber auch Bildnisse prachtvoll gekleideter Frauen, die sich mit Kenntnis der jeweiligen Heiligenlegenden als christliche Märtyrerinnen offenbaren.

Zurbarán gilt als ein Ausnahmekünstler, dem es in seiner Malerei virtuos gelang, die stofflichen Eigenschaften eines Lammfells ebenso wie die von Wolle, Seide oder Brokat detailreich und überzeugend zum Ausdruck zu bringen. „Sie sind nicht nur der Maler des Königs, sondern auch der König der Maler“, soll Philipp IV., König von Spanien, dem hoch geachteten Zurbarán zugerufen haben.

Video: FRANCISCO DE ZURBARÁN. MEISTER DER DETAILS. – Dauer: 55 Sekunden.

Im Jahr 1598 wird im westspanischen (Extremadura) Fuente de Cantos Francisco de Zurbarán geboren. Schon früh erkannten seine Eltern die künstlerische Begabung ihres Sohnes. 1614 wird er als Lehrling dem Maler Pedro Diaz de Villanueva in Sevilla anvertraut. 1617 siedelt Zurbarán nach Llerena über, der bedeutendsten Stadt der Umgebung in dieser Epoche, wo er fast ununterbrochen bis 1628 wohnt.

Im Jahr 1617 heiratet Francisco de Zurbarán die neun Jahre ältere María Paet. Am 2. Februar 1618 wird ein erstes Kind, María, in Llerena getauft. Kurz darauf geht Francisco de Zurbarán nach Sevilla in die Schule des Juan de las Roelas, studiert eifrig nach der Natur und bildet sich danach einen eigenen, kräftig-naturalistischen Stil, der sich auf starke Helldunkelwirkungen stützt. Am 13. Juli 1623 wird eine weitere Tochter, Isabel Paula, in Llerena getauft und im selben oder im folgenden Jahr stirbt seine Frau María Paez.

1625 heiratet Francisco de Zurbarán in zweiter Ehe die wohlhabende Witwe Beatriz de Morales, Tochter eines Patriziers von Llerena. Kurz darauf beginnt Francisco de Zurbarán seine eigentliche künstlerische Karriere, in dem er den Auftrag für mehrere große Bilder für den Retablo von San Pedro im Dom zu Sevilla und für die Kartause von Santa María de las Cuevas annimmt. Francisco de Zurbarán unterschreibt am 17. Januar 1626 einen Vertrag mit dem Prior des Dominikanerklosters San Pablo el Real in Sevilla, wobei er sich verpflichtet, 21 Gemälde innerhalb von acht Monaten anzufertigen. Mit diesem Auftrag wird der Ruf Zurbaráns als Maler etabliert.

Zurbaran. - Virgen de los Cartujos.
Zwischen den Jahren 1626 und 1628 besucht Francisco de Zurbarán seinen Freund Diego Velásquez in Madrid, dessen Ruhm den von Zurbaráns bei weitem übertrifft. Im Juni 1629 wird Francisco de Zurbarán von den Stadtvätern Sevillas eingeladen, nach Sevilla überzusiedeln, da seine Malerei einen solchen Ruf erlangt hat, dass er ein Gewinn für das Ansehen Sevillas wird. Er nimmt die Einladung an und übersiedelt mit seiner Frau Beatrix de Morales, den drei Kindern aus erster Ehe, einer Verwandten Isabel de Zurbarán und acht Dienern. Er wird zum Stadtmaler ernannt und wohnt bis 1658 in der Alcazarstraße 27, ganz in der Nähe des königlichen Schlosses.

Francisco de Zurbarán erlangt einen Ruf als herausragender Maler und führt ein großes und erfolgreiches Studio. Die Neider lassen nicht lange auf sich warten, doch Francisco de Zurbarán lässt sich auf seinem Weg nicht beirren. Schon im Jugendwerk zeigt sich Francisco de Zurbaráns künstlerische Ausdruckskraft, in den inbrünstigen und dennoch kraftvoll-realistischen menschlichen Gestalten ebenso wie im dramatisch-caravaggesken Hell-Dunkel, in der malerischen Delikatesse bei der Gestaltung von Stofflichkeit sowie im subtilen Kolorismus. Selbst der Nicht-Farbe Weiß vermag Francisco de Zurbarán noch die unterschiedlichsten Stufungen abzutrotzen. Er arbeitet an zahlreichen Aufträgen für Kirchen- und Klosterausstattungen und seine finanzielle Lage ist dementsprechend gut. 1633 kommt Francisco de Zurbarán nach Madrid. Hier wird er mit dem Ehrentitel „pintor del Rey" bezeichnet, und es entsteht ein reifes, kraftvolles Hauptwerk.

Im Mai 1639 aber stirbt seine zweite Frau, Beatriz de Morales. Zurbarán ist von ihrem Tod sehr betroffen.

Video: Francisco de Zurbarán... Dauer: 13:45

Danach lässt die Qualität seines Schaffens merklich nach, wenn sich auch die Quantität durch Mithilfe von Assistenten seiner Werkstätte noch vergrößert. Zwar erhält Zurbarán weitere Aufträge, aber seine finanzielle Lage verschlechtert sich merklich. Viele seiner Arbeiten gelangen auch nach Südamerika.

Zurbaran. - Crucificado con San Lucas.
Am 7. Februar 1644 heiratet er nach seinen Gewohnheiten eine wohlhabende Witwe in dritter Ehe, Leonor de Tordera. 1645 erleidet sein Ruhm einen herben Rückschlag, als Bartolomé Esteban Murillo mit seinen heiteren, volksnäheren und realistischen Werken die Franziskanerkirche in Sevilla ausschmückt. Zurbaráns strenge asketische und überirdische Malweise war nicht mehr konkurrenzfähig. Im Mai 1658 übersiedelt Francisco de Zurbarán nach Madrid, in der Hoffnung, dort wieder größere Aufträge zu bekommen, um seine missliche finanzielle Lage aufzubessern.

Sein letztes Bild, mit 1662 datiert, war vielleicht die Jungfrau mit dem Jesuskind und dem hl. Johannes, obwohl Francisco de Zurbarán in einem Brief an den Bischof von Badajoz behauptet, dass er mit Aufträgen für den König sehr beschäftigt ist.

Am Ende seines Lebens ist er auch am Ende seiner Karriere angelangt. Francisco de Zurbarán gerät in finanzielle Schwierigkeiten. Francisco de Zurbarán ist am Ende seiner Karriere angelangt.

Am 27. August 1664 stirbt Francisco de Zurbarán, nun nahezu verarmt, in Madrid.


Text-Quellen:
weitere Informationen:




Samstag, 7. November 2015

Herz-Mariä-Sühne-Samstag

„Das Jesuskind sagte:
‚Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt leisten würde, um sie herauszuziehen.‘

Darauf sagte die heiligste Jungfrau:
Meine Tochter, siehe mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen es die undankbaren Menschen durch Lästerungen und Undankbarkeit ständig durchbohren.
Bemühe wenigstens du dich,
mich zu trösten und mache bekannt, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mit mir eine Viertelstunde verbringen, indem sie die Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten, in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten.”

(aus der Botschaft  von Maria an Sr. Lucia am 10. Dezember 1925 in Pontevedra)



Freitag, 6. November 2015

Herz-Jesu-Freitag



Gedenke, o süßester Jesu, dass es noch nie erhört wurde, dass jemand, der zu Deinem göttlichen Herzen seine Zuflucht nahm, Deinem Beistand anrief und um Erbarmen zu Dir flehte, von Dir sei verlassen worden! Erfüllt und belebt von diesem Vertrauen , o König aller Herzen, nehme ich meine Zuflucht zu Dir; zu Dir eile ich; zu Dir komme ich, und seufzend unter der Last meiner Sünden rufe ich zu Dir: o göttliches Herz, verschmähe mein demütiges Flehen nicht, sondern erhöre mich gnädiglich. Zeige, dass Du das Herz des besten Vaters hast, und dass derjenige, der Dich zu unserem Heile geben wollte, auch durch Dich unsere demütigen Bitten annimmt. Amen.
 

Wir bitten Dich, o Herr,
gib, dass durch unsere Gebete,
die wir auch für deine heilige Kirche verrichten,
alle Fehler und Widersprüche an und in ihr
zunichte gemacht werden.
Gib, dass sie DIR in Freiheit und ohne Angst diene.
Uns aber schenke den rechten Geist,
Dir mit reinem Herzen zu folgen.

Buße, Buße ... zu unserem Heil
Und dem Heil der Welt.
Herr rette uns. Amen.

Donnerstag, 5. November 2015

Mittwoch, 4. November 2015

Barmherzigkeit im Kirchenrecht

Der nicht erschienene Kardinal Kasper ließ seine Rede vortragen. Das Thema seines Vortrags lautete:
„Barmherzigkeit im Kirchenrecht“. Und - dieses Thema sei ein gemeinsames Anliegen von ihm und Bischof Mussinghoff und diesem als promoviertem Kirchenrechtler auf den Leib geschnitten. „Und es passt zu der Art und Weise, wie er zwei Jahrzehnte das Amt des Bischofs ausgeübt hat.

Dem Schreiber dieser Zeilen bleibt der Atem stehen, er bezeugt, dass er diese Barmherzigkeit in seinen Anliegen niemals erfahren durfte. Auch hat Bischof Mussinghoff für jene Priester und Gläubigen, die mit seinen Entscheidungen nicht konform gingen, ganz andere Verhaltensweisen an den Tag gelegt, als es der Begriff Barmherzigkeit erwarten würde.

„Ich lebe im schönsten und aufregendsten Bistum Deutschlands, ich fühle mich wohl hier. Es ist ein lebendiges Bistum, in dem Ideen wachsen können“, freute sich der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff in seiner Dankesrede […].

Das beliebte Aachener Kirchenoberhaupt feierte zunächst ein Pontifikalamt im Aachener Dom. Es habe auch schwere und harte Zeiten gegeben, aber man habe einen guten Weg beschritten und sei ein gutes Stück vorangekommen. […]

Quelle Grenzecho