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Mittwoch, 18. November 2015

Die heilige Messe vermag mehr als alle anderen Werke

Der selige Heinrich Suso, ein Pater aus dem Dominikanerorden, schloß, als er in Köln studierte, mit einem Mitbruder einen Bund. Derjenige, welcher den anderen überleben würde, sollte einige heilige Messen für den Verstorbenen lesen. Nach Vollendung der Studien blieb Pater Suso in Köln, während sein Gefährte nach Schwaben geschickt wurde. Nach einigen Jahren starb der Mitbruder, und sein Tod wurde dem Pater Suso gemeldet. Dieser wußte gut, was er zu tun schuldig war. 

Augenblicklich konnte er es aber nicht erfüllen. Dennoch betete er viel, fastete streng und kasteite sich scharf für die Erlösung dieser lieben Seele. Nach einigen Tagen erschien ihm dieser ganz betrübt und sprach: „Du untreuer Freund! Warum hältst du das Versprechen nicht, das du mir gemacht hast?“ Der gute Pater erschrak und antwortete in großer Angst: „Zürne mir nicht, mein lieber Freund, ich war gehindert, die heiligen Messen zu lesen. Ich habe andere Werke für dich aufgeopfert.“ Der Geist sagte: „Dein Gebet ist nicht mächtig genug, mich aus der Qual zu erretten. Das heilige Blut Jesus Christi, das in der heiligen Messe für uns aufgeopfert wird, ist allein imstande, uns zu erlösen. Hättest du für mich die versprochenen heiligen Messen gelesen, so wäre ich schon aus dem feurigen Kerker erlöst. Daß ich aber noch brennen muß, verschuldest du allein.“ Nachdem sich Suso ein wenig erholt hatte, ging er zu seinem Oberen, erzählte ihm die Erscheinung und bat ihn flehentlich, ihm die schuldigen heiligen Messen abzunehmen, damit er die versprochenen heiligen Messen für die Seele seines Freundes lesen könne. Als das Versprechen eingelöst war, erschien ihm der Geist aufs Neue und versicherte ihm, daß er erlöst sei und für ihn im Himmel bitten wolle.

Pater Martin von Cochem (1634-1712), Kapuziner.
Über den Wert der hl. Messe für die Armen Seelen.
Siehe: „Sie kamen aus dem Feuer“, Theresia-Verlag.



Dienstag, 17. November 2015

Das Blut Christi wirkt die Versöhnung

Im Alten Testament sprach Gott: „Ich habe euch das Blut gegeben, damit es auf dem Altar die Versöhnung wirke für eure Seelen“ [3 Mos 17,11 ]. Über diesen Text sagt der heilige Thomas von Aquin: „In diesen Worten ist vorbedeutet worden, daß das Opfer des Leibes und Blutes Christi den Seelen des Fegfeuers nütze. Wenn bei den Juden das Blut der geschlachteten Tiere zur Reinigung der Seele diente, wieviel mehr wird das kostbare Blut Jesu Christi, das auf dem Altar aufgeopfert wird, die Seelen des Fegfeuers von allen Makeln reinigen und sie aus der Qual erlösen.“

Keinen Menschen, der in einem schweren Fieber liegt, wird ein kühler Trunk so erquicken, wie das kostbare Blut Jesu Christi, das man unter der heiligen Messe geistigerweise über die Seelen ausgießt.

Pater Martin von Cochem (1634-1712), Kapuziner.
Über den Wert der hl. Messe für die Armen Seelen.
Siehe: „Sie kamen aus dem Feuer“, Theresia-Verlag.



Montag, 16. November 2015

Diese "Werte" des Westens nicht verteidigen

Prof. Pater Karl Wallner, der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz, hat am Montag auf Facebook an dem "üblichen Ritual der hohlen Parolen" geübt, die im Anschluss an die Terroranschläge verübt wurden.


Wörtlich schreibt Wallner:

"'Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir ändern nichts. Wir müssen unsere WERTE verteidigen.'

Unter 'Werten' versteht man dabei einen orientierungslosen Tolerantismus, der hedonistisch, identitätsvergesen und daher schwach ist. 
Das einzig 'Starke' an diesen sogenannten 'Werten' sind oft nur die antichristlichen Resentiments.

DIESE Werte will ich nicht verteidigt wissen.

Sie gehören schleunigst ersetzt durch ein echt christliches Welt- und Menschenbild, das eben deshalb liebevoll offen ist, weil es auch Maßstäbe hat, um Identität zu bilden und Normen zu setzen. Eine Beschwörung von genau jenen 'Werten', die der eigentliche Grund für diese ungeheure Destabilisierung Europas sind, ist das, was uns am allerwenigsten in eine friedliche Zukunft hilft."







Auch das Anhören der heiligen Messe nützt den Armen Seelen

Die Seelen gehen nicht so leicht in den Himmel ein, wie wir glauben. Kannst du keine heiligen Messen für die Armen Seelen lesen lassen, so wohne vielen heiligen Messen für sie bei. Bitte auch deine Freunde, die eine oder andere heilige Messe für sie zu hören. Diesen Rat gab Tamberinus einer armen Witwe, die klagte, daß sie keine heilige Messe für ihren verstorbenen Mann lesen lassen könnte. Er sagte nämlich: „Höre viele heilige Messen und opfert alle Gott für die Arme Seele eures Mannes auf. Es kann geschehen, daß die Seele durch viele gehörte heilige Messen eher erlöst wird, als wenn nur die eine oder andere Messe für sie gelesen würde.“ Es bringt zwar größere Gnaden, eine heilige Messe lesen zu lassen, als eine heilige Messe für eine Arme Seele zu hören. Wenn du aber die heilige Messe für die Seele aufopferst und das Blut Christi über sie ausgießest, wendest du der Seele viele Gnaden zu.

Pater Martin von Cochem (1634-1712), Kapuziner.
Über den Wert der hl. Messe für die Armen Seelen.
Siehe: „Sie kamen aus dem Feuer“, Theresia-Verlag.

Sonntag, 15. November 2015

Die Moslems haben uns Christen im Nahen Osten fast komplett ausgerottet

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In der von Professor Khoury herausgegebenen siebten Gesprächsrunde (διάλεξις  – Kontroverse) kommt der Kaiser auf das Thema des Djihād, des heiligen Krieges zu sprechen. Der Kaiser wußte sicher, daß in Sure 2, 256 steht: Kein Zwang in Glaubenssachen – es ist wohl eine der frühen Suren aus der Zeit, wie uns ein Teil der Kenner sagt, in der Mohammed selbst noch machtlos und bedroht war.
Aber der Kaiser kannte natürlich auch die im Koran niedergelegten – später entstandenen – Bestimmungen über den heiligen Krieg. Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von „Schriftbesitzern“ und „Ungläubigen“ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, für uns unannehmbar schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner.
Er sagt:
„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“.
Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele.

„Gott hat kein Gefallen am Blut”, sagt er, „und nicht vernunftgemäß, nicht „σὺν λόγω” zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann...".

Der entscheidende Satz in dieser Argumentation gegen Bekehrung durch Gewalt lautet: Nicht vernunftgemäß handeln ist dem Wesen Gottes zuwider.

Der Herausgeber, Theodore Khoury, kommentiert dazu:
Für den Kaiser als einen in griechischer Philosophie aufgewachsenen Byzantiner ist dieser Satz evident. Für die moslemische Lehre hingegen ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit.
Khoury zitiert dazu eine Arbeit des bekannten französischen Islamologen R. Arnaldez, der darauf hinweist, daß Ibn Hazm so weit gehe zu erklären, daß Gott auch nicht durch sein eigenes Wort gehalten sei und daß nichts ihn dazu verpflichte, uns die Wahrheit zu offenbaren. Wenn er es wollte, müsse der Mensch auch Götzendienst treiben.

An dieser Stelle tut sich ein Scheideweg im Verständnis Gottes und so in der konkreten Verwirklichung von Religion auf, der uns heute ganz unmittelbar herausfordert.