Am 24. April 1809 wird
Jean-Baptiste Muard in Vireaux (Burgund) geboren. Seine Eltern waren kleine
Bauern, Claude Muard, ein Zimmermannsgehilfe, und Catherine Paillot, die
Tochter eines Winzers. Vater und Mutter
standen der Kirche nicht sehr nahe. Jean-Baptiste wird bald wissen, was
es bedeutet, wirklich arm zu sein. Im September 1823 kommt der vierzehnjährige
Junge in das Vorseminar in Auxerre. Er erkennt die Not der Menschen und ihrer
Seelen und er sehnt sich nach missionarischer Tätigkeit und dem Martyrium.
Durch den Erzbischof von
Sens erhält Jean Baptist am 24. Mai 1834 die Priesterweihe. Er wird Pfarrer von
Joux-Ia-Ville. In seiner Pfarrei erneuert er das Glaubensleben und erschöpft
sich mit Fußmärschen zu seinen Pfarrangehörigen, nächtlichem Gebet, Fasten und
Almosengeben. Am 11. Mai 1838 wird er zum Pfarrer von St. Martin in Avallon,
einer der bedeutendsten Pfarreien des Bistums, ernannt. Hier gibt ihm sein Eifer
ein, eine bischöfliche Missionsgesellschaft zu gründen.
Für den 13. Dezember 1839
notiert Jean-Baptiste Muard:
„Ich befand mich zur
Mittagszeit in meinem Gestühl neben dem Altar. Ich bat Gott, mir seinen Willen
kundzutun und es schien mir, dass Gott mir nach drei oder vier Wiederholungen
meiner Bitte, sagte: ,lch will, dass du ein Heiliger bist' und ich bat ihn um die
Gnade, zu der Heiligkeit zu gelangen, die er von mir erwartete. Da fand ich
mich gleichsam im Geist auf die Mitte des Altars versetzt. Ich sah, dass sich
der Tabernakel öffnete und mir der Herr auf halbem Weg entgegenkam und mir mit
dem Zeigefinger seiner Rechten ein Kreuz auf die Stirn machte. Mit derselben Hand
machte er mir ein Kreuz auf mein Herz und ein Kreuz auf den Mund."
(Fortsetzung am Dienstag)
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