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Dienstag, 27. Januar 2015

Dom Jean-Baptiste Muard (2)

(Fortsetzung)
Dann wird ihm die Bedeutung der drei Kreuze offenbart: die Einsicht und die Unerschrockenheit, die den zukünftigen Missionaren geschenkt werden soll; die Liebe zu Gott und den Seelen; die Gabe der Sprache. Er bittet um Sicherheiten.
„Mein Herz, antwortet Jesus sogleich, und dabei sah es so aus, als hielte er es in seiner Hand und wollte es mir überreichen und ich spürte, wie das Herz Jesu mein Herz berührte, als hätte sich mein Erlöser meinem genaht und es wirklich berührt. Ich fühlte, dass ich daraufhin von allen Geschöpfen absolut losgelöst war. Ich konnte nicht verstehen, wie einem etwas an der Erde unten liegen konnte. Eltern, Freunde und all das war für mich so, als existierte es nicht. In dieser völligen Abtrennung von jedem Geschöpf ließ mich Jesus erkennen, dass er es war, der mich anstelle all dessen festhielt, dass er mein Vater und die Heilige Jungfrau meine Mutter sein würde."

Im Juli 1843 besiedelt er mit vier weiteren Priestern eine erste Niederlassung in der früheren Zisterzienserabtei von Pontigny. Die neue geistliche Gemeinschaft nimmt den Namen „Auxiliarpriester von Pontigny" an, später „Gesellschaft der Väter vom hl. Edmund". Sein Streben nach einer größeren Aszese und nach Heiligkeit im Missionsdienst bleibt jedoch, vor allem angesichts der geistigen Not seiner Zeit, unerfüllt. Wieder denkt er an weite Missionsreisen und an das Martyrium.

(Fortsetzung am Mittwoch)




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