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Samstag, 17. Mai 2014

Um Priesterberufungen zu beten war gestern!

"Katholisches.info" hat davon berichtet, was der „Missions“- Bischof Kräutler gesagt hat. Ich habe es bei „Die Presse“ nachgelesen. 
Der aus Österreich stammende Bischof und der derzeitige argentinische Papst scheinen sich darüber einig zu sein:  
Türen sind dazu da, geöffnet zu werden. Welche Türen soll der Papst öffnen? Hoffentlich nicht die Pforten der Hölle!

Einige Ausschnitte:

Es gibt für Katholiken auch ein Recht auf die Eucharistie. Wie löst man dieses Problem?
Ja, man hat ein Recht darauf. Das ist nicht ein Privileg.

Müsste man die Zugangsregeln ändern?
Genau, das habe ich dem Papst auch gesagt. Der Papst ist sehr offen. Er wird nicht von heute auf morgen ein Rezept haben. Aber der Papst hat mir wortwörtlich gesagt: Die Bischöfe, die regionalen Bischofskonferenzen sollen mutige, couragierte Vorschläge machen.

Wie man die Zugangsregeln für das Priesteramt lockert?
Welche Möglichkeiten es gibt. Zölibat muss nicht unbedingt Pflicht für die Eucharistiefeier sein. Zölibat bedeutet, dass ein Mann oder eine Frau sich verpflichtet, ehelos zu leben [...] Ein Vorschlag wird sein, dass man Zölibat und Eucharistiefeier entkoppelt. Dass die Eucharistiefeier von einem zölibatären Priester abhängig gemacht wird, da mache ich nicht mit.

Sie müssen doch mitmachen.
Das hat sich insoweit geändert, als wir dem Papst Vorschläge machen können. Mein Besuch beim Papst war außergewöhnlich, ich war in Privataudienz bei ihm [...]. Höchstwahrscheinlich wird eine Kommission gegründet, die den Ball auffängt und berät: Wie können wir dem Papst helfen. Er fordert von uns Vorschläge, er will sie.

 Rechnen Sie damit, dass Franziskus derartige Reformen umsetzt?
Ich hoffe es. Dieser Prozess war bisher nicht erlaubt. Benedikt XVI. hat gesagt, wir beten um Priesterberufungen. Bei diesem Papst ist es anders. Er will einen Prozess in Gang bringen. Das ist das Neue. Da gib es Türen, die sich öffnen.

Zur Priesterweihe für Frauen hat Franziskus gemeint: Diese Tür ist geschlossen.
Solange eine Tür da ist... Die Tür ist nicht vermauert. [...].

Sollte die Tür geöffnet werden?
Ja, aber ich will da nicht vorgreifen.

 Haben Sie jemals schon jemandem die Kommunion verweigert?
Nie. Das wäre ein Skandal. Wer bin ich, dass ich die Kommunion verweigere?



4 Kommentare:

  1. Von diesem "Bischof" haben ich vor Jahren in einem geschenkten Missio Heft mal was gelesen, was schwer aufschlussreich war.
    Es ging um die Perikope mit dem Hochzeitsgewand, dass der eine nicht anzieht und deshalb Ärger kriegt.
    Der "Bischof" mokierte sich ´über die Forderung des Evangeliums ein extra Gewand anzuziehen udn mokierte sich von daher über die Forderungen für Priester ein extra Messgewand anzuziehen und über den Brauch sich extra für die Messfeier anzuziehen (Sonntagskleid).
    Nachdem er sich ausgiebig mokiert hatte, und der Forderung nach Räuberzivil immer und überall Ausdruck verliehen hatte, berichtete er, dass seine Schäfchen, alle echt arme Indios aus dem Amazonasbecken, alle, ausnahmslos alle in besonderen, eben für die Messe aufgehobenen Gewändern, zur Messe kämen.
    Ja in dem ganz konkreten Fall, sollte sich dieser ganz konkrete Bischof von seinen Schäfchen belehren lassen

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  2. Welche Tür, welche Wand? - Ich wundere mich immer über dieses völlig unpassende Bild. Von Türen und Wänden spricht man sinnvollerweise dann, wenn dahinter etwas ist, ein Raum, eine Möglichkeit. Dem ist hier aber nicht so, das Frauenpriestertum ist ja nicht zwar prinzipiell möglich, aber verboten bzw. verschlossen, sondern nicht existent, nicht möglich. Es ist in der Schöpfungs- und Erlösungsordnung nicht vorgesehen und aus dem 'Nichts' ein 'Sein' schaffen kann auch der Papst nicht - egal welche Schlüssel er besitzt oder welche Wände er versetzt; diese Vollmacht hat er nicht ("dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden", heißt es in 'Ordinatio sacerdotalis' und nicht etwa "es ist verboten" oder Ähnliches). Vollzöge man also an einer Frau den Ritus der Weihe, geschähe genau: Nichts.
    (Anmerkung: Dabei ist selbstverständlich eine wesentliche Verschiedenheit von Mann und Frau, von Vater und Mutter, von Priester und Laie vorausgesetzt; bereits an der Akzeptanz dieser Voraussetzung dürfte es heute aber oft schon fehlen.)

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    1. Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag, mit dem Sie noch einmal deutlich machen, dass sich alle möglichen Leute, alles mögliche anmaßen; sei es in der Kirche, beim Lebensschutz, oder sogar im Naturrecht. Aber offensichtlich ist das, was verschlossen ist (was es nicht gibt, nicht existent ist) gerade denjenigen ein Tummelplatz, die eigentlich etwas davon verstehen müssten.

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    2. Ja und damit wären wir wieder bei der Feststellung Kardinal Ratzingers, der, ich glaube in Salz der Erde lapidar feststellt, dass sich im Westen seit den 60ern ein Kampf gegen die Natur des Menschen etabliert hat.
      Dass dieser Kampf am vehementesten von denen geführt wird, die unter der Fahne Natur segeln, gehört zu der Ironie der Geschichte!

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