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Ecce Agnus Dei. - screenshot. |
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Je herausragender die Gewalt des Papstes unter den
Sterblichen ist, desto mehr ziemt es sich für ihn, daß er durch klare Bande des
Glaubens und durch die Beachtung der Regeln bei der Feier der kirchlichen
Sakramente gebunden ist. Damit also beim zukünftigen römischen Bischof schon in
den ersten Anfängen seiner Kreation der volle Glaube in seiner einzigartigen
Leuchtkraft erstrahle, bestimmen und verordnen wir, daß hinfort jeder zum
römischen Bischof zu Wählende vor der öffentlichen Verkündigung seiner Wahl vor
seinen Wählern öffentlich folgendes feierliche Bekenntnis ablegt:
Im Namen der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, des
Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Im Jahre eintausend usw.
nach der Geburt unseres Herrn bekenne ich, N.N., nach meiner Wahl zum Papst vor
dem allmächtigen Gott, dessen Kirche ich unter seinem Schutz zur Leitung
übernehme, und vor dem seligen Erstapostel Petrus feierlich mit Herz und Mund:
Solange ich in meiner Zerbrechlichkeit hier auf Erden lebe,
werde ich den katholischen Glauben standhaft bekennen und festhalten gemäß den Überlieferungen
der Apostel, der Generalkonzilien und der übrigen heiligen Väter, besonders
aber der heiligen acht Universalkonzilien, nämlich erstens des Konzils von
Nizäa, zweitens des Konzils von Konstantinopel, drittens des Konzils von
Ephesus, viertens des Konzils von Chalkedon, fünftens und und sechstens der
Konzilien von Konstantinopel, siebtens des Konzils von Nizäa und achtens des
Konzils von Konstantinopel, dann aber auch der Generalkonzilien im Lateran, von
Lyon und Vienne.
Ich werde diesen Glauben bis zum kleinsten Häkchen
unversehrt bewahren und ihn mit Leib und Leben bekräftigen, verteidigen und
predigen. Ich werde auch die der katholischen Kirche überlieferte Form der Feier
der kirchlichen Sakramente in jeder Hinsicht befolgen und beachten. Dieses mein
feierliches Bekenntnis, auf mein Geheiß vom Notar und Skriniar [=Kanzleibeamter]
der heiligen römischen Kirche geschrieben, habe ich eigenhändig unterzeichnet.
Ich bringe es dir, dem allmächtigen Gott, mit reinem Sinn und demütigem
Gewissen auf dem Altar N.N. aufrichtig dar, in Gegenwart folgender Personen
[...]. Geschehen am usw.
Konzil von Konstanz 1414-1418
Auch nicht schlecht. Vielleicht erscheint ja eine Wende zum Konziliarismus dem Bischof Athanasius als Lösung, um auf nicht sedisvakantistische Weise die Zwickmühle des Traditionalismus aufzubrechen, die zunehmend in die Aporie führt?
AntwortenLöschenNur so als Tipp: Zum Konziliarismus gehören Mehrheiten, besonders natürlich für die dort grds. für möglich erachtete Abwahl eines Papstes (eine Art Impeachment halt). Wo will Bischof Athanasius die hernehmen? Seine Positionen sind ja alles andere als mehrheitsfähig.
Nach menschlichem Ermessen bleibt Bischof Athanasius Schneider ein Außenseiter und ungehört in Rom. Nach menschlichem Ermessen.
LöschenNaja, ich finde, dafür, dass das Engelwerk kirchlicherseits verboten ist und menschlicherseits (außer in Chur) nirgendwo eine Rolle spielt, weil es einfach zu abgedreht ist, genießt Wbf. Schneider sehr hohe Aufmerksamkeit. Es vergeht ja kaum ein Monat, indem nicht irgendeine Stellungnahme von ihm auftaucht und verbreitet wird. Natürlich ohne dazu zu sagen, wie abgedreht er ist. Spricht für effiziente Netzwerke. Ob im göttlichen oder menschlichen Bereich, sei dahingestellt :-)
LöschenWb. Schneider hat die Aufmerksamkeit in der Kreisen der Tradition, wenn ich das einmal so pauschal sagen darf. Ob darüber hinaus?
LöschenDenke nicht, dass man das mit dem Engelwerk und dgl. in Verbindung bringen sollte.
Wieso "in Verbindung bringen"? Schneider ist doch soweit bekannt die maßgebliche Gestalt des Engelwerks und dessen hochrangigster Vertreter in der kirchlichen Hierarchie, wenn man Bf. Huonder und seine Kurie nicht dazuzählen will.
LöschenMaßgeblich? Dass es Verbindungen gibt, ok. Er gehört zur Gemeinschaft der Regularkanoniker, ja. Jedenfalls habe ich ihn noch nie über das Engelwerk predigen oder reden hören. Ich denke, ihm liegt das Katholische am Herzen, der wahre katholische Glaube.
LöschenDu hast Recht, "maßgeblich" ist zu spekulativ, und äußern tut er sich zu dem Problemfeld (ich vermute allerdings: wohlweislich) nicht. Es ist halt nur seine recht eigenartige Zwitterposition zwischen einem kirchlichen Hierarchen und einem verbannten Ketzer, die ihn so auffällig - zugleich interessant und skurril - macht. Gerade wegen dieses relativ hohen Amtes schließt man dann aber vielleicht doch etwas zu schnell, er könnte innerhalb der Sekte großen Einfluss besitzen, was nicht unbedingt der Fall sein muss.
LöschenDie Positionen, die er äußert und die von ihm verbreitet werden, finde ich dagg. eher vorhersehbar und langweilig und ziemlich unoriginell. Auch z.B. sein Vortrag auf dem Konzilskongress von Lanzetta und Piano im Sommer 2010 war nicht besonders aufregend oder beachtenswert, finde ich. Er wirkt in solchen Kontexten doch eher wie eine Kulissenfigur, die ins traditionelle Boot nur wegen ihres kirchlichen Rangs als Bischof hineingeholt wird und inhaltlich nicht viel Eigenständiges beiträgt.
Doch eines noch: Ich kann mich nicht erinnern, je einen Priester bei der Hl. Messe erlebt zu haben, der so gesammelt und andächtig war wie er. Einmal durfte ich ihn ganz nahe im Presbyterium erleben. Ergreifend. Dafür... - ja, ein Priester muss vor allem und zuerst die Hl. Messe , das Kreuzesopfer Christi am Altar darbringen.
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