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Freitag, 16. August 2013

Lehrende Theologen wollen eine andere Kirche

Die Rektorin der Theologischen Hochschule Chur, Prof. Dr. Eva-Maria Faber, lehrt ebendort als Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie.

Prof. Dr. Eva-Maria Faber, Foto-Quelle

Wie so viele Lehrende an theologischen Fakultäten und Hochschulen ist auch sie nicht zufrieden mit der katholischen Kirche. Sie erwartet ein anders Erscheinungsbild, ja, eine inhaltliche Erneuerung. Das Alte muss überwunden, alles muss ganz anders werden. Man fragt sich als einfacher und wenig gebildeter Katholik: Warum sind solche Leute in der Kirche, warum an so wichtigen Schalthebeln tätig, wenn sie doch nicht einmal diese Kirche lieben und ihr treu sein möchten. Ich jedenfalls möchte Christus und der Kirche folgen: „fest soll mein Taufbund immer stehen, ich will die Kirche hören!“

Zwei Beispiele. (Die Hervorhebungen sind von mir.)

Zum Pontifikat von Papst Franziskus erliegt Frau Professor, wie so viele andere, dem Irrtum, vorausschauend aus den „ästhetischen Veränderungen“ schließen zu können, die Kirche schlage ab sofort einen anderen Weg ein. Wenn dem jedoch so sei, und ihre Erwartungen zuträfen, gingen wir in der Tat einem neuen Zeitalter entgegen, frei von katholischen Dogmen und kirchengeschichtlichem Ballast.

Prof. Dr. Eva-Maria Faber:

Ich gebe es zu: Sollten die pessimistischen Prophezeiungen, dass im neuen Pontifikat sich letztlich nicht viel verändern wird, Recht haben, werde ich enttäuscht sein.
Nicht einmal zum Selbstschutz mag ich zum jetzigen Zeitpunkt diesen Pessimismus teilen.

Denn ich persönlich erkenne zu viele Zeichen der Hoffnung, Symbolträchtiges, und kann mir nicht vorstellen, dass dies alles in Leere laufen sollte.

In erstaunlicher Stilsicherheit verändert Papst Franziskus die Ästhetik des Petrusdienstes, auch gegen die bisherigen Konventionen. Es wäre eigenartig (und wirklich enttäuschend), wenn sich dies nicht in den kirchenamtlichen Alltag und in die Gestaltung von kommunikativen Strukturen verlängern würde.


Was sich Frau Professor vorstellen kann und erwartet, schreibt sie in einem Aufsatz vom 29.6.2013 mit dem Titel:

Umkehr und Veränderungsbereitschaft
als konstitutive Elemente des ökumenischen Weges  

Darin erfahren wir, dass wir nicht mehr der katholischen Kirche anzugehören haben, sondern uns verändern, entwickeln müssen in die Ökumenische Religion. Das wird bestimmt durch Menschen wie Frau Dr. Eva-Maria Faber, die sich anmaßt, zu sagen, ja zu bestimmen, was die Kirche und der katholische Glaube sind. Nur, - wer gibt solchen Kirchenhassern und Irrlehrern das Amt und die Autorität?

Prof. Dr. Eva-Maria Faber:

Umkehr muss konkret sein.
Beteuerte Umkehrbereitschaft, die nicht im Bereich von Lehre, Liturgiesprache und Kirchenrecht, also in den Ausdrucksformen kirchlichen Glaubens und Lebens Konsequenzen hat, widerlegt sich selbst.
Wer indes auf die ökumenischen Bemühungen der letzten Jahrzehnte zurückschaut, wird Auswirkungen auf das kirchliche Leben weithin vermissen.


Frau Prof. Dr. Eva-Maria Faber schreibt mit einigen anderen modernen, fortschrittlichen Theologen an einem KONZILSBLOG. Es wird zurückgeblickt auf die Zeit des 2. Vatikanischen Konzils. Seit einigen Monaten lese ich hier mit. Dabei stelle ich fest, dass wiederum, wie vor 50 Jahren, den Menschen nur das erzählt wird, was man ihnen sagen möchte um sie gefügig zu machen; sie brauchen ja nicht alles zu wissen, nur nicht die ganze Wahrheit; oder besser noch: nur die Wahrheit der Theologen. Dabei stecken in den Berichten und Zitaten viele interessante Details, die dem aufmerksamen Leser aufzeigen können, dass man so manches auch ganz anders lesen, sehen und deuten kann.



1 Kommentar:

  1. Ja, das ist dieses Blabla, das man seit Jahrzehnten hört: alles muss sich ändern, es muss alles anders werden - allein: wieso eigentlich? Wieso muss sich etwas ohne triftigen Grund ändern? Mit derselben logischen berechtigung kann man behaupten: es darf sich um Gottes willen nur nichts ändern!
    Und noch eine Frage: was ist denn der katholische Glaube, wenn er nicht sein oder bleiben darf, was er war oder ist? das kommt alles von diesem verchwiemelten "pneumatischen" Kirchenverständnis.
    Mein Kommentar dazu: ein ehrliche Agnostiker ist mir da lieber. Schon allein, weil er logischer denkt.

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