
Mit dem heutigen Feste schließt die Weihnachtszeit im engeren Sinne. Die Feier dieses Tages wird in der römischen Liturgie durch eine Prozession erhöht. Diese Prozession verbleibt dem Tage, auch wenn das Fest verschoben wird. Bei der Prozession trägt man brennende Kerzen, die vorher geweiht wurden.
Die Heimat dieses Festes ist Jerusalem. Schon gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde es dort 40 Tage nach dem Feste der Erscheinung, wie die Pilgerin Ätheria berichtet, hochfestlich, ja mit osterfreudigem Gepräge gefeiert. Vom Osten kam das Fest schon früh nach Rom. Im Abendland ist die Prozession Ende des 7. Jahrhunderts bezeugt, geht aber vielleicht in noch frühere Zeiten zurück. Nach dem Zeugnis des hl. Beda trug man schon im 8. Jahrhundert dabei brennende Kerzen. Seit dem 10. Jahrhundert pflegte man diese Kerzen zu weihen. Im Orient läßt sich die fromme Sitte, brennende Kerzen zu tragen, schon im 5. Jahrhundert nachweisen.
Introitus
(Ps. 47, 10-11)
Suscepimus,
Deus, misericordiam tuam in medio templi tui:
secundum nomen tuum, Deus, ita et laus tua in fines terræ:
justitia
plena est dextera tua. (Ps. ibid. 2)
Magnus
Dominus, et laudabilis nimis:
in civitate
Dei nostri, in monte sancto ejus.
Gloria
Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et
semper, et in sæcula sæculorum. Amen.
Suscepimus
(usque ad Ps.).
+
O Gott, wir haben Dein Erbarmen bei uns aufgenommen inmitten
Deines Tempels;
wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die
Grenzen der Erde;
voll der Gerechtigkeit ist Deine Rechte. (Ps. ebd. 2)
Groß ist der Herr und allen Lobes würdig in unsres Gottes
Stadt, auf Seinem heiligen Berge.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
O Gott (bis zum Ps.).
Die ganze Liturgie des Festtages
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