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Montag, 3. März 2014

B. Schellenberger über die Kirche (6 v. 9)

Oder da hat man den Gläubigen Jahrzehnte lang eingebläut, dass der Katholik nur mit dem Besuch einer vollen Messfeier seine Sonntagspflicht erfülle – und jetzt versucht man sie zur Auffassung umzuerziehen, dass ein Wortgottesdienst mit Kommunionfeier genauso reiche. Oder noch diskutiert man über das Recht der Gemeinde auf die Eucharistiefeier, aber von der dereinst streng eingeschärften Beichtpflicht ist gar nicht mehr die Rede, weil das System kollabieren würde, falls angesichts der wenigen Priester Massen von Gläubigen immer noch beichten wollten.

[Vom Ressentiment der europäischen Katholiken
gegen ihre Kirche und einigen Gründen dafür
(c) Bernardin Schellenberger 2007]


Kommentare:

  1. Ich fürchte, die Mahnung zu einer regelmäßigen Beichte (na ja, einmal im Jahr als Mindestprogramm, ggf. plus anlassbezogene Notwendigkeit) wurde schon ausgemustert, als es noch genügend Priester gab ...

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    1. Die Textausschnitte von Schellenberger sind mein Beitrag zum Karneval. Er ist kein Freund kirchlicher Dogmen. Aber er ist sehr gescheit und in der Lage, Texte so zu formulieren, dass man denken könnte, es wäre anders. Man lese etwa (antiquarisch zu bekommen! "Lieber Hausmann als Kirchenmann".
      Beste Grüße in den äußersten Südwesten!

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