Seiten dieses Blogs

Samstag, 30. November 2013

Bald ist Advent (4)

Wenn sich das bei dem Uradvent Gottes, dem Kommen Christi im Fleische, an den damals lebenden Menschen verwirklichte, so nicht minder an uns Heutigen bei dem sakramentalen Gedächtnisse dieses Uradvents in der Liturgie.

Darum ist es wichtig für uns, jetzt, da wir abermals in die liturgische Jahreszeit eintreten, die Advent und Epiphanie (Ankunft und Erscheinung) Gottes feiert, uns erneut zum Bewußtsein zu bringen, was Ankunft im höchsten Sinne, Gottesankunft, besagen will, welchen Anspruch sie erhebt und wie verhängnisvoll es ist, solchem Anspruch sich zu entziehen.

Es heißt das nicht nur für den Gottesverächter selbst, als Mensch auf immer unvollendet bleiben, weil er die göttliche Fülle, die zu ihm kommt, um sein Menschliches göttlich auszuweiten, nicht einläßt.

Es heißt das vor allem, sich der großen Offenbarung des letzten Welt- und Lebensgrundes, der göttlichen Liebe, die der einzige Grund für die Erscheinung Gottes unter den Menschen ist, entgegenwerfen und so nicht nur die eigene, sondern die viel wichtigere Vollendung der Schöpfung hintanhalten, diese Vollendung, um derentwillen allein Gott kommt: die Heimkunft der Geschöpfe zu Gott, ihrem Vater.

(Aemiliana Löhr, Das Herrenjahr)




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen