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Donnerstag, 13. Dezember 2012

O Gott, - eile mir zu helfen

Wie sehr das seelische Wohl Auswirkungen auf den Leib hat, durfte ich bei meiner Herzoperation erfahren, die in Leipzig wegen meiner hochgradigen Mitralklappeninsuffizienz dringend notwendig wurde. Ein Dominikaner spendete mir am Vorabend die hl. Krankensalbung und ich gab mein Leben in die Hand Gottes. 
Die Operation durch den Chefarzt Prof. Dr. Mohr war am Aschermittwoch, den 25.2. um 8.30 Uhr vorgesehen. Da ich 10 Jahre zuvor eine Einblutung ins Gehirn hatte und damals 6-8 Stunden überhaupt nichts wusste und Prof. Mohr davon erfuhr, wurde ich zurückgestellt. Es musste eine Kernspintomographie gemacht werden. Da diese gut verlaufen ist, wurde ich dann doch noch am gleichen Tag von 14.50 Uhr bis 17.10 Uhr operiert.
Obwohl ich eigentlich durch die plötzliche Verschiebung des Operationstermins unruhig werden hätte müssen, ging ich ruhig in die Operation, was die beste Voraussetzung für ein Gelingen der Operation ist. – 

Mir hat das Gebet „O Gott, komm mir zu Hilfe; Herr eile mir zu helfen" so geholfen, dass ich mit einem tiefen Glücksgefühl aus der Narkose erwachte. Ich wusste mich „in Gott geborgen". Es war ein so schönes Gefühl, das unbeschreiblich ist. Für mich war diese Zeit einer der glücklichsten Zeiten in meinem Leben. Ich durfte Gott erfahren: die Nähe, die Kraft und Hilfe Gottes. Dieses Glücksgefühl, das eine tiefe Ruhe barg, ist wohl der Grund für die rasche Genesung.

(Dr. P. Bernhard Sirch OSB)

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